Die Lehre der Fünf Elemente

Kaum ein Pferd ist nur ein Element, sondern ein Mischtyp, so wie wir Menschen auch. Jedoch
haben Mensch wie Tier schon von Geburt an gewisse Tendenzen in den Elementen (Stärken
und Schwächen). Aber ein Element kann sich auch stark zeigen, wenn (je nach Umstand/Lebensphase) ein Ungleichgewicht in diesem ist.

Die Lehre der Fünf Elemente – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser – bildet das Fundament der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und damit auch der Pferdeakupunktur. Sie beschreibt die natürlichen Wandlungsphasen, in denen alle Lebewesen und Kräfte der Natur miteinander in Beziehung stehen. Jedes Element steht dabei für bestimmte Funktionen im Körper, für emotionale Zustände und energetische Prozesse, die sich gegenseitig beeinflussen und im Gleichgewicht gehalten werden müssen.

Bereits vor über zweitausend Jahren entwickelten chinesische Heilkundige dieses System, um Gesundheit nicht nur als Abwesenheit von Krankheit, sondern als Harmonie zwischen Körper, Geist und Umwelt zu verstehen. Auch beim Pferd dienen die Fünf Elemente als Orientierung, um Ungleichgewichte zu erkennen und gezielt zu behandeln – etwa durch Akupunktur, Massage oder eine angepasste Haltung und Fütterung.

So hilft das Wissen um die Fünf Elemente, die individuelle Konstitution jedes Pferdes zu verstehen, seine Stärken zu fördern und Disharmonien frühzeitig auszugleichen – für ein gesundes, ausgeglichenes und leistungsbereites Tier.